Crew: Alex, Jenny Philipp, Conny, Emil, Elina
Freitag früh ist Elina als Überraschung für Emil in Graz angekommen. Die Freude war riesengroß. Dann ging es gleich los Richtung St.Giorgio di Nogaro mit Alex Auto. Ein bisschen mussten wir mir den E-Tankstellen kämpfen, sind aber gut angekommen. Alex kam mit seinen Arbeitskollegen aus Lucca an. Erster lauer Abend zu viert an der Bar in der Marina mit Fritto Misto Salat und Bier. Elina wurde gezwungen einen Bissen Fisch zu essen.

Samstag wurde hauptsächlich aufgeräumt und versucht alle Sachen zu verstauen. Jenny hat stundenlang Medikamente sortiert und beschriftet. Der von Alex gekaufte Etikettenprinter, der vorher etwas belächelt wurde, hat dabei super Dienste geleistet. Am Nachmittag kamen Philipp und Conny mit etwas Verspätung aus Berlin an. Am Abend großes Abendessen in La Darsena. Auch Martin Klinger mit Frau, der viel am Boot gearbeitet hat und Manfred Schöchl der Bootsbauer waren dabei. Außerdem Kailen und Mark mit ihren drei Kindern, die auch an der Arc mitsegeln. Toller Abend. Alex und Jenny sind auch später noch zu den neuen italienischen Freunden zum Abschied auf deren Boot gegangen.
Tag 1 Sonntag:
Es geht los! Frühstück, Sicherheitseinweisung, Kücheneinweisung, Routenplanung. Die Bora soll kommen.
Wir müssen lange zum Meer motoren aber kurz nachdem wir draußen sind, kommen schon die ersten Delphine. Der Wind ist ganz gut und wir beschließen die Nacht durchzusegeln, da es später Flaute geben soll. Nachtwache 1 Conny und Jenny von 6-10. Wenig Wind aber wir werden von Elina und Emil mit Burger und Gemüsenudeln verwöhnt. Nachtschicht 10-2 Uhr. Alex und Philpp haben schon mehr Arbeit. Ein Alarm geht an die Bilge ist voll. Es werden 40 Liter Süßwasser aus der Bilge gepumpt. Kein Leck wird gefunden. Später stellt sich heraus, dass ein Waschbecken getröpfelt hat. Dann kommt die Bora genau, beim Wechsel zu Elina und Emil. Es wird gerefft, die ganze Nacht ist unruhig. Um 6 als Conny und Jenny wieder kommen ist es fast windstill und wir sehen einen wunderschönen Sonnenaufgang.
Tag 2 Montag:
Nach der Flaute kommt Wind. Alex und Emil packen das Oxley aus und montieren sehr lange herum. Als es zum Setzen kommt gibt es einen Knall, großer Schreck und ein Metallteil fliegt von ganz oben herunter schlägt an Deck auf und fliegt ins Meer. Der Wantenspanner und das Terminal von der Mittelwant haben sich gelöst. Segeln ist nicht mehr möglich und wir motoren nach Ancona. Als wir in Ancona ankommen, sind sofort drei Italiener da, die sich anbieten zu helfen. Sie sind liegen mit ihren Schiffen direkt neben uns. Einer geht gleich hinauf in den Mast und schaut sich die Misere an. Sie bleiben stundenlang und überlegen eine Behelfsreparatur. Zwischenzeitlich fahren sie mit Alex in die Stadt, um Ersatzteile zu kaufen, die dann leider nicht passen. Zu Guter Letzt wird ein Band gespannt, damit wir weitersegeln können. Conny hat in der Zwischenzeit ein Ragout aus Tomaten, Auberginen und Zwiebeln gemacht, Jenny Polenta. Täglich wird das gekocht, das schon am ehesten schlecht wird, denn die ersten beide Tage unter Deck haben dem Gemüse nicht gutgetan. Erst als wir es unter den Solarzellen aufgehängt haben, ist es weniger schnell verrottet. Um 21:30 können wir endlich essen und auch ein Bierchen und ein Rotwein werden getrunken. In dieser Nacht schlafen alle tief und fest.

Tag 3 Dienstag:
Wir starten gegen Mittag aus dem Hafen. Vom Vormittag kann ich (Jenny) nichts berichten, da ich krank geworden bin und bis 4 geschlafen habe. Als ich aufstehe, gibt es gerade Essen – wie praktisch! Es ist der perfekte Tag. Wind, das Oxley funktioniert super, es ist nicht zu heiß und das Boot schaukelt nur gemütlich. Sehr chillig. Wir beschließen die Nacht wieder durchzusegeln. Am Abend verwöhnen uns Elina und Emil mit Älpler Makkaroni. Wunderbarer Sonnenuntergang.
Tag 5 Donnerstag:
Wir sind die Nacht wieder durchgesegelt, recht ruhig. In der Früh fast Windstille und wir müssen den Motor anwerfen. Aber wir sind schon fast vor Brindisi. Daher geht es ab in eine Bucht zum Baden. Gleich nach der Ankunft ein heftiger Regen und alle Italiener am Strand verstecken sich in den Autos oder unter den Sonnenschirmen. Aber wir sind ja in Süditalien daher kommt gleich wieder die Sonne heraus und es wird heiß. Alle schwimmen aber das Wasser ist keine Abkühlung. Außer für Conny sie findet es kalt! Ein chilliger Tag. Am Abend laufen wir in der Marina die Brindisi ein. Hier ist viel Platz die Marina ist vielleicht halbvoll. Wir genießen den lauen Abend mit kühlem Bier.
Tag 6 Freitag:
Nach Croissants und Brot aus der Marina starten wir in die Stadt. Der Bus geht einmal pro Stunde und führt uns ewig durch die Vororte von Brindisi auf und ab. Es ist alles baufällig, halb gebaut und oder hässlich. Im Hafen steigen wir aus. Es ist ganz nett, aber ich habe es mir schöner vorgestellt. Einige Häuser sind toprenoviert andere verfallen, eigentlich schade. Wir finden ein Lokal, das uns eine Stunde später einen Platz anbietet. Daraufhin versuchen wir etwas zu trinken, werden aber von einigen Lokalen abgewiesen. Endlich eine Bar, Bier, Wein, Wasser und sobald alles dasteht, fängt es an zu schütten. Wir aber ganz unerschütterlich trinken im Regen weiter und finden es witzig bis wir dann doch unter einen Balkon flüchten. Später schlendern wir durch die Haupteinkaufsstrasse, die wirklich schön ist. Von Palmen gesäumt mit Marmorboden. Elegant. Aber es ist der 15.8. und leider sind alle Geschäfte zu. Wie durch ein Wunder müssen wir keine Stunde auf den Bus warten, er kommt gerade, als wir an der Haltestelle sind. Am Abend quatschen wir noch sehr lang und bekommen noch ein tolles Feuerwerk zu sehen.

Tag 6 – letzter Tag:
Es wird das Schiff geputzt und morgen Früh müssen wir uns für zwei Wochen vom Schiff verabschieden.
Fazit: Eine sehr schöne erste Woche unseres Abenteuers, eine harmonische lustige Crew, kein Stress! So kann es gerne weitergehen.

Antworte auf den Kommentar von Philipp Antwort abbrechen