14.6. – 20.6.2026
Dieser Beitrag ist leider nie verfasst worden. Es war dann einfach zu viel los die letzten Tage unseres Törns zurück von den Azoren.
Sines war eine angenehme Übernachtung, selbst die Ankunft spät in der Nacht klappte in der Marina ohne Probleme. Am nächsten Tag erkundeten wir die Stadt und konnten dann noch einmal ein hervorragendes Essen mit Blick über die Bucht genießen. Zum Erkunden gab es nur wenig, eine kleine Burg mit einem Museum zur Stadtentwicklung, ein paar wenig Ausgrabungen aus der Römerzeit. Wir hatten aber auch viel Arbeit an Bord um das Boot von der Überfahrt aus Santa Maria zu reinigen und aufzuräumen.












Eindrücke aus Sines – die Geburtsstadt von Vasco da Gama.
Von Sines fuhren wir dann mit einer Nachtfahrt bis nach Puerto Sherry, eine Marina gegenüber der Stadt Cadiz. Weil wir dort auch relativ spät ankamen haben wir nicht mehr viel mehr unternommen als nach einem Abendessen zu suchen. Das war weniger erfolgreich aber wir waren auch entsprechend müde von der Nachtfahrt zuvor.
Diese letzte Nachtfahrt hatte es in sich. Erstens waren wir ständig in Alarmbereitschaft wegen der Orcas. Zweitens wollten wir immer entlang der 20m Tiefenlinie fahren, mussten aber feststellen, dass wir damit vielen Fischernetzen ausweichen mussten. Das war unter Tags noch relativ problemlos (wenn man genügend gut Ausguck hält), aber nachts eigentlich unmöglich. Also nahmen wir das Risiko in Kauf und hatten dieses Mal auch Glück. Es ist nichts passiert. Aufregend ware eine Gruppe von Wal Beobachter Booten, denen wir schließlich nicht gefolgt sind. Diese haben sich dann am nächsten Tag entpuppt als Orca Beobachter, auch hier hatten wir Glück dass wir es vorgezogen hatten weiterzufahren.





Die letzte Etappe von Puerto Sherry nach La Line war relativ ereignislos. Bis auf die Tatsache dass uns kurz vor Barbate der Diesel Filter zu ging und wir ihn tauschen mussten um weiterfahren zu können. Der Strom war wie berechnet mit uns und wir machten herrlich Fahrt unter Motor. Bei 1600 U/Min trotzdem 9-10 Knoten. Ab Tarifa setzte dann ein strammer Ostwind durch die Enge von Gibraltar ein – gegen den Strom. Die See wurde sehr unruhig und die Maschine musste wieder kämpfen. Wir begegneten Johannes von Der Alu-baba – ein österreichischer Solo Segler der vor den Azoren mit Wassereinbruch in der Segellast zu kämpfen hatte. Wir hatten damals sein Pan Pan gehört und wollten ihm zur Hilfe kommen als dann aber ein Frachtschiff ihm mit einer sehr großen Pumpe aushelfen konnte. Johannes hat dann in La Lina auch unsere Vorräte, die wir nicht am Schiff lassen konnten übernommen.
Schließlich machten wir in La Lina fest. Die Atlantik Runde beendet. Hier waren wir am 6.10.25 aufgebrochen. Ein ergreifender Moment. Für Jennifer und mich besonders. Eine Reise, die wir nie vergessen werden.



Nach dem obligaten Aufräumen des Bootes verließen wir am 20.6.2026 die Vision gut vertäut gemeinsam mit Andi in Richtung Flughafen in Malaga. Wir würden noch einmal zurückkommen dieses Jahr. Aber vorläufig war das Atlantik Abenteuer beendet.
Alexander
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