Terceira bis Sao Miguel

26.5. – 4.6.2026

Nach einer Nachtfahrt sind wir in der Früh auf der Insel Terceira im Hafen der Stadt Angra do Heroismo angekommen und konnten direkt neben der Jokale einen Platz finden. Trotz des geschützten Hafens war ein ziemlicher Schwell dort wegen anhaltend starkem Wind aus südlichen Richtungen und daher wurden die kommenden Nächte eher unruhig. Am ersten Tag haben wir die Stadt angeschaut, herzige Gassen, eine Burgruine, in der innen ein Hotel hinein gebaut wurde, ein schönes Theater und überall Pflastersteine mit Motiven. Alex und Andi haben auch gleich gute Lokale ausgemacht!

Einziger Schandfleck in der Stadt ist ein riesen Hotel direkt am Hafen, dass in den Felsen hineingebaut wurde, eine Katastrophe.

Vor dem „wunderschönen“ Hotel liegt die Vision

In einem süßen Kaffeehaus im Park haben wir einen Snack genommen. Der Park war wahnsinnig gepflegt und insgesamt haben wir sicher 10 Angestellte bei der Arbeit gesehen. Naja, meist hat einer ein bisschen gegraben und die anderen haben zugeschaut. 

Am nächsten Tag haben wir ein Auto gemietet und sind gemeinsam mit Maggie und Jörg die Insel erkunden gegangen. Naturpools, wunderschöne Landschaften, ein Wanderparadies. Zu Mittag haben wir ein wunderbares Restaurant gefunden. Der Kellner hat uns dort erzählt, dass es heuer viel weniger Touristen gibt, da die Ryan Air die Azoren nicht mehr anfliegt, sodass alle finanzielle Einbußen haben.

Am Nachmittag ging es zuerst in eine Grotte. Mir hat es nicht gefallen, ich fühle mich in Höhlen nicht wohl, dann weiter zur nächsten Höhle, die toll gewesen sein soll aber Alex und ich haben uns entschlossen nicht hineinzugehen. Als nächstes ging es zu einem kleinen Naturwanderweg in einem Gebiet in dem heiße Dämpfe aus dem Boden steigen und damit eine besondere Pflanzenvielfalt schaffen. 

Unterwegs zur Insel ist uns bei der Genua (unser großes Vorsegel) eine Naht aufgegangen und Alex hat mit Andi und einem der Nachbarn das Segel geflickt. Überhaupt waren dann mal ein Tag Reparaturen, Wäsche und Putzen angesagt.

Am letzten Tag war geplant, dass wir am Abend losfahren und so haben wir die Zeit noch genutzt und sind wir auf den Vulkanhügel Monte do Brasil, der gleich neben der Stadt liegt, hinaufgestiegen. Eine tolle Aussicht und schöne Pflanzen, leider hat es zu regnen begonnen. Dann frühes Abendessen und los geht es Richtung  Sao Miguel.

30.5.2026 Ankunft in Porta Delgada

Die Nachtfahrt war ganz ok, wobei ich zugeben muss, dass es mich mit dem unterbrochenen Schlaf schon sehr anstrengt. Also den ganzen Tag Segeln und am Abend ankern wäre viel mehr mein Ding, aber so kommt man halt nicht über den Atlantik!

Im Hafen einen Platz zu bekommen war hier nicht ganz einfach. Kein System, völliges Chaos, man erkämpft sich einen Platz und versucht dann die Marina zu überreden dort bleiben zu können. Wir mussten verlegen und uns auch beeilen, damit der Platz nicht in der Zwischenzeit einfach besetzt wird. Völlig unnötiger Stress. Es war dichtester Nebel und der blieb auch die nächsten drei Tage. Die Hafenpromenade ist leider nicht schön sondern mit hässlichen Betonbauten zugepflastert. Aber dann haben wir die Stadt erkundet und war sehr positiv überrascht. Natürlich wurde sofort eine Bar mit Köstlichkeiten gefunden!

Sonntag ging es zum Brunch, herrlich und danach zum Präsidentenpalast (wobei wir nicht genau herausgefunden haben welcher Präsident ) mit einem traumhaft angelegten Garten. Montag waren wir wieder mit Mietauto unterwegs zuerst nach Riberia Grande, ein nettes Städtchen mit einer schönen Brücke. Nächste Ziel war eine Teeplantage, sehr interessant und danach eine kleine Wanderung zu einem wunderschönen Wasserfall.

Anschließend wollten wir kurz etwas trinken gehen und das ist dann so ausgeartet. Andi hat einen Ort gefunden, der the lost Village heißt und wir haben zunächst versucht auf einer Seite den Berg hinaufzugehen bis wir gesehen haben, dass es zwar ganz nah ist, wir aber durch das Dickicht nicht hinkommen. Dann sind wir mit dem Auto einen riesen Umweg gefahren um dort festzustellen, dass wir noch 1 Kilometer abwärts gehen müssen. Gesagt getan, aber irgendwie war es schon weit und steil und wir haben nicht wirklich die Lust gehabt wieder hinaufzugehen. Dort angekommen, ein toller Platz! Ein paar Häuschen gibt es noch, die auch vermietet werden, eine kleine Bar, viele Wanderer, super Aussicht auf das Meer. Und das Beste war, dass Andi mit einem Auto hinauffahren konnte unser Auto holen und wir dann den richtigen Weg hinunter gefunden haben.

Wir wollten noch in die heissen Bäder gehen, mussten aber vor Ort feststellen, dass man nur mit Online Buchung hineinkommt und an diesem Tag keine Slots mehr frei waren. Am frühen Abend hatten wir in einem Restaurant gebucht in dem Eintöpfe in den Boden eingelassen werden und dort 7 Stunden mit der Wärme gar werden. Kurz gesagt, es war eine Enttäuschung, wobei es allen außer mir geschmeckt haben dürfte. Zerkochtes Fleisch und Gemüse, das nach nichts geschmeckt hat. Ich habe mich an den Salat gehalten.

Am nächsten Tag haben wir die Westseite der Insel erkundet, die völlig anders ist. Leider auch viel touristischer. Wunderbare Ausblicke auf Seen in Vulkankratern, the lost Hotel aus den 70er Jahren, ein Burger am Meer, ein Leuchtturm, viele Kühe.

In der Früh war der erste Besuch bei der Chandlery, da die Pumpe einer Toilette nicht mehr funktioniert hat, die haben wir dort gelassen zur Überprüfung. Zum Schluss des Tages kam dann noch Stress auf, bis 18 Uhr Auto abgeben, davor zur Chandlery die Pumpe holen und auch noch den Einkauf für die Überfahrt machen. Beim Einkaufen hatten wir übersehen, dass am nächsten Tag Generalstreik und dann Feiertag war, also VIELE Leute. Die Chanderly hat uns die Pumpe wieder zurück gegeben, da sie doch funktioniert und auch die Autoabgabe hat rechtzeitig geklappt. Am Abend war Steak essen angesagt, hervorragend!

Gestern haben Alex und Andi die Toilette wieder in Schwung gebracht und ich habe für die nächste Woche vorgekocht. Morgen früh geht es los Richtung Festland Portugal. Wohin genau ist noch nicht klar, da wir das Wetter noch beobachten. Und weil wir es bis zum letzten Tag auf den Azoren aufgeschoben hatten malen wir auch unser Bild endlich auf die Kai Mauer. Wir kommen wieder.

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